Wir begleiten Jugendliche individuell und stärken sie

Wir begleiten Jugendliche individuell und stärken sie

neurobridge ist ein neues Angebot der p-o-s & partner ag. Entstanden aus dem Wunsch, junge Menschen mit ADHS oder Autismus (auch neurodivergent genannt) auf ihrem Weg in die Lehre ganz konkret zu begleiten. Wir unterstützen Lernende in ihrer ersten beruflichen Grundbildung und auch die Menschen um sie herum: Eltern, Lehrpersonen, Berufsbildner:innen und Betriebe. Gemeinsam schaffen wir Verbindungen, wo sonst Reibung oder Rückzug drohen.

HORGNER NEWS #03/2025
Text: Iris Rothacher / Foto: zVg

neurobridge ist ein neues Angebot der p-o-s & partner ag. Entstanden aus dem Wunsch, junge Menschen mit ADHS oder Autismus (auch neurodivergent genannt) auf ihrem Weg in die Lehre ganz konkret zu begleiten.

Beatrice Hirsiger & Jean-Claude Zollinger

Unsere Firma ist einzigartig, weil …
… wir hinschauen, wo andere vorschnell bewerten. Mit neurobridge bringen wir unterschiedliche Perspektiven zusammen und sehen in anderen Denk- und Lernstilen keine Störung, sondern eine Bereicherung. Wir begleiten Jugendliche individuell und stärken sie darin, ihren eigenen Weg zu finden.

Wir überzeugen unsere Kunden mit …
… Echtheit, Erfahrung und einer klaren Haltung: Jeder Mensch ist entwicklungsfähig. Gerade wenn es herausfordernd wird, braucht es Beziehung, Struktur und Raum für Eigenverantwortung. Wir arbeiten nicht nach Schema F, sondern mit dem, was da ist, manchmal mit Visualisierung, Routinen, manchmal einfach mit Zeit und Zuhören.

Unsere neueste Errungenschaft ist …
… eine ganzheitliche Begleitung von Jugendlichen mit ADHS oder Autismus in der beruflichen Grundbildung, als Job-Coach, Beraterin, Koordinatorin. Wir bringen Schule, Betrieb und Familie in einen guten Dialog und gestalten Rahmenbedingungen, die wirklich passen.

In wenigen Worten zusammengefasst sind wir …
… beziehungsorientiert, klar, wertschätzend und mit einem feinen Gespür für Spannungsfelder und mit Mut zur echten Entwicklung.

Unser Geheimtipp in Horgen …
… ist der Horgenberg mit seinem Wald. Dort finden wir Ruhe beim gemeinsamen Brainstorming und oft neue Gedanken und Ideen, wie wir Menschen, Betriebe und Institutionen noch besser begleiten können.

Chancengerechtigkeit im Schulalltag

Chancengerechtigkeit im Schulalltag

Vor Kurzem habe ich eine Erfahrung gemacht, die mich nicht loslässt.

In einem sorgfältig geführten Gespräch wurden für eine neurodivergente lernende Person konkrete Nachteilsausgleiche vereinbart, klar, nachvollziehbar und im Einvernehmen aller Beteiligten. Es ging um zeitliche Entlastung bei Prüfungen, einen reizarmen Prüfungsplatz, klare Regeln für Präsentationen und Gruppenarbeiten. Alles mit dem Ziel, Chancengerechtigkeit im Schulalltag zu schaffen, so, wie es auch die UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) vorsieht.

Umso irritierender war es, als ich den schriftlich festgehaltenen Nachteilsausgleich sah:
Statt Klarheit vage Formulierungen wie «wenn möglich», «möglichst», «sollte».

Trotz konkreter Absprachen wird im offiziellen Dokument so offen formuliert, dass die tatsächliche Umsetzung von der einzelnen Lehrperson abhängt. Formulierungen wie «Gruppenarbeit wenn vom schulischen Setting her möglich, zu dritt» schaffen keinen verlässlichen Rahmen, dabei wäre genau das notwendig: Verbindlichkeit, Klarheit, Schutz.

Das Problem ist nicht nur sprachlicher Natur.
Für die betroffene Person bedeutet diese Unklarheit: Unsicherheit. Zweifel, ob sie sich auf die Vereinbarungen verlassen kann. Stress, der sich vermeiden liesse.

Ich verstehe, dass Schulen praktikable Lösungen im Alltag brauchen, aber diese dürfen nicht zulasten der Betroffenen gehen.

🔍 Ein Nachteilsausgleich ist kein pädagogisches Entgegenkommen, sondern ein Rechtsanspruch.
Und der muss verlässlich und konsequent umgesetzt werden, gerade im prüfungsrelevanten Kontext.

Für junge Menschen mit ADHS, Autismus oder anderen Formen von Neurodivergenz ist es zentral, dass vereinbarte Massnahmen verlässlich und konsequent umgesetzt werden, sonst wird aus einer Unterstützungsstrategie eine weitere Belastung.

👉 Wir brauchen mehr Bewusstsein, klare Sprache und echte Zusammenarbeit zwischen Lernenden, Begleitpersonen und Schulen.

Ich setze mich weiter dafür ein, für faire Chancen, echte Teilhabe und wirksame Strukturen.

Wie erlebt ihr das in eurem Berufsalltag?
Ich freue mich über eure Erfahrungen, Perspektiven oder Fragen.

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Bildquelle: Annie Spratt, unsplash.com

 

Wieviel Potenzial liesse sich freisetzen, wenn neurodivergente Lernende sich weniger anpassen müssten?

Wieviel Potenzial liesse sich freisetzen, wenn neurodivergente Lernende sich weniger anpassen müssten?

Neurodivergente Lernende bringen oft eine unglaubliche Anpassungsleistung in ein Umfeld, das meist nicht auf ihre besonderen Stärken und Bedürfnisse zugeschnitten ist. In einem neuronormativen Setting, das sich an klaren Strukturen und linearen Abläufen orientiert, bewältigen sie nicht nur ihre fachlichen Aufgaben, sondern auch die Herausforderung, sich an Erwartungen anzupassen, die nicht immer ihren natürlichen Denk- und Arbeitsweisen entsprechen. ⚙️📈

Diese Anpassung ist eine Sonderleistung, die häufig unbemerkt bleibt. Denn neben ihrer eigentlichen Arbeit investieren sie Energie und Flexibilität, um in einem Umfeld zu bestehen, das wenig Spielraum für alternative Ansätze bietet. 🤯 Wie viel Potenzial könnten neurodivergente Lernende entfalten, wenn diese zusätzliche Hürde entfällt? 🌱

Stellen wir uns vor, was möglich wäre, wenn wir flexiblere Rahmenbedingungen schaffen, die Vielfalt im Denken und Lernen willkommen heissen. 🌍 Neurodivergente Lernende könnten ihre besonderen Stärken voll einbringen und dabei nicht nur ihre eigenen Fähigkeiten entfalten, sondern auch das gesamte Team und die Arbeitskultur bereichern. 🤝✨

Lasst uns die unsichtbare Sonderleistung anerkennen und daran arbeiten, Lern- und Arbeitsumfelder zu gestalten, in denen jede*r die Chance hat, das eigene Potenzial ohne zusätzliche Hürden voll zu entfalten. 🌟💪

Bildquelle: omid-armin, unsplash.com

Zwischen Plan und Praxis: Wie neurodivergente Lernende wachsen

Zwischen Plan und Praxis: Wie neurodivergente Lernende wachsen

Im beruflichen Alltag erlebe ich oft, wie neurodivergente Lernende mit kreativen Ansätzen ihre Lernprozesse strukturieren. Viele von ihnen entwickeln Pläne, um ihre Aufgaben rechtzeitig und strukturiert zu erledigen, mit dem Ziel, Stress und Zeitdruck zu reduzieren. Diese Pläne sind oft einzigartig und farbenfroh – sie spiegeln den individuellen Stil und die Stärken jedes Einzelnen wider. 🎨🗓️

Doch wie bei allen Lernenden kann es passieren, dass Theorie und Praxis auseinanderdriften. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Lernender zurückkommt und das Gefühl hat, dass sein Plan nicht so funktioniert hat, wie er es sich vorgestellt hatte. In der gemeinsamen Reflexion zeigt sich jedoch oft, dass weitaus mehr gelungen ist, als zunächst wahrgenommen wurde.

Die Realität bringt viele Faktoren mit sich, die Einfluss auf die Umsetzung haben, wie z.B. sich verändernde Prioritäten oder schwankende Energiereserven. 🔄💡

Es ist wichtig, den Lernenden Raum zu geben, um zu experimentieren und herauszufinden, was für sie am besten funktioniert. 🧠 Diese Kombination aus Planung und Anpassung an den realen Alltag ist ein fortlaufender Prozess. Der Schlüssel liegt darin, den Druck herauszunehmen und zu akzeptieren, dass es in Ordnung ist, wenn nicht alles perfekt läuft. Wichtig ist, dass der Weg weitergeht und jedes Experiment einen Schritt vorwärts bedeutet.

Die Erfahrung lehrt uns, dass es von entscheidender Bedeutung ist, auch die kleinen Erfolge zu erkennen und wertzuschätzen. 🎯 Jeder Schritt, wie klein er auch erscheinen mag, ist ein Schritt nach vorn und Teil des Wachstumsprozesses. 🌿 Durch diese Offenheit und Flexibilität wird es den Lernenden ermöglicht, ihre eigene Vorgehensweise zu finden und weiterzuentwickeln. 🚀

Bildquelle: unseen-studio,unsplash.com