Neurodiversität als Qualitätsfrage in der Berufsbildung
In Gesprächen mit Berufsbildner:innen erlebe ich immer wieder:
Nicht jede Schwierigkeit ist individuell.
Oft wird an einzelnen Lernenden sichtbar, was strukturell unklar ist.
Wenn Lernende mit ADHS oder Autismus immer wieder an denselben Punkten scheitern, lohnt sich eine unbequeme Frage:
🔎 sind die Anforderungen klar genug formuliert?
🔎 sind Abläufe transparent?
🔎 sind Erwartungen ausgesprochen – oder nur implizit?
Gerade dort, wo es bei Einzelnen schwierig wird, zeigen sich oft Unklarheiten im System.
Neurodiversität sichtbar zu machen heisst für mich nicht, Sonderwege zu bauen.
Es heisst, Strukturen so zu klären, dass sie tragfähig werden.
📌 Das ist Qualitätsentwicklung – keine Sonderpädagogik.